Entstehungsgedanke des Projekts HIDS
Verbesserung der Akustik in öffentlichen Bauten, zunächst insbesondere in Schulen, als Prophylaxe zur Verhinderung weiterer Hörstörungen
Die Landeskommission des Sozialministeriums für „Hörgeschädigte Menschen in Baden Württemberg“ ist daran interessiert, dass angesichts der zunehmenden Menschen mit Hörproblemen dringend in stärkerer Weise als bisher in öffentlichen Bauten akustische und technische Voraussetzungen geschaffen werden, die teure Nachbesserungen erübrigen und mehr Menschen Gelegenheit geben, am öffentlichen wissenschaftlichen und künstlerischen Leben Teil zu nehmen.
Nicht allein die Tatsache, dass die Menschen heute älter werden, länger aktiv bleiben, aber altersbedingte Hör-Einschränkungen haben, sondern auch die dramatische Zunahme von Hörschädigungen bei Jugendlichen durch akustische Überlastung und Lärmschäden - zusätzlich zu den vielen ohnehin durch Krankheit oder Geburt hör-beeinträchtigten Menschen - macht es dringend notwendig, dieses Thema bereits prophylaktisch intensiver als bisher in Ausbildung und Bauplanungen mit einzubeziehen. Das gilt insbesondere, da sich ja die technischen Möglichkeiten auf dem Gebiet der Akustik in den letzten Jahrzehnten außerordentlich verbessert haben.
Aus diesen Überlegungen heraus haben sich Professoren von sechs Hochschulen zu der Arbeitsgemeinschaft HIDS HÖRPROBLEME IN DER SCHULE zusammen geschlossen und sind dabei auf weitere gravierende Probleme gestoßen. Die schlechte akustische Situation schadet keinesfalls nur den schlecht Hörenden, sondern sie belastet auch die eigentlich gut Hörenden dermaßen, dass Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, Aggressionen zu beobachten sind, die dramatischen gesellschaftlichen Schaden anrichten.

